8. Tag Besuch der Grabkirche in Jerusalem

Altar in der Grabeskirche

Gläubige an der Golgata-Kapelle in der Grabeskirche.
Gleich neben dem Eingang der Grabeskirche führt eine steile Treppe hinauf zur Golgata-Kapelle. Die rechte Seite, zum Vorplatz der Kirche hin, gehört den Katholiken; hier wird der XI. Station des Kreuzwegs, der Kreuzannagelung, gedacht, und eine Büste der "Mater dolorosa" erinnert an das Leid Marias beim Tod ihres Sohnes und an die XIII. Station: der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß der Mutter gelegt. Auf der linken Seite wird in der griechisch-orthodoxen Kapelle der Ort verehrt, an der das Kreuz Jesu stand; dies ist zugleich die XII. Kreuzwegstation, die an den Tod Jesu am Kreuz erinnert. Hier steht ein Altar, unter dem eine emaillierte Silberplatte die genaue Stelle markiert; durch ein Loch in der Mitte kann man in eine Aushöhlung des Felsens greifen, in der der senkrechte Kreuzesbalken gestanden haben soll. Links und rechts des Altars ist durch eine Glasverkleidung der Golgata-Felsen zu sehen: ein vom Fußbodenniveau der Grabeskirche aus etwa 3 Meter hoher Felsen, der in dem Steinbruch, der sich einmal hier befand, stehen gelassen worden war, wohl weil der Kalkstein hier für Bauzwecke zu weich war. Pilger knien unter dem Altar nieder, küssen die Silberplatte, berühren den Felsen, stellen in den sandgefüllten Leuchterschalen links und rechts Kerzen auf - und lassen sich an den Altar gelehnt fotografieren. Ständig ist ein griechischer Mönch da, versorgt die Öllämpchen, putzt die Glasverkleidung des Felsens - und weist Pilger und Touristen, die sich danebenbenehmen, zurecht. Zeitweise drängen sich die Gruppen, manchmal wird es dazwischen eine Zeitlang still. 2)

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